Gemeinsam über Brücken
gehen

 
 
Start Ball des Sports Ball des Sports 2005

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Ball des Sports 2005

Foto: www.360pocket.de/balldessports
“Wir machen aus der Nacht der Sterne eine Nacht der Stars”, kündigt der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Hans-Ludwig Grüschow, das inhaltliche Konzept für den 35. “Ball des Sports” am kommenden Samstag in der Frankfurter Festhalle an.
Das Ballmotto “Nacht der Sterne” wird visuell durch einen aufwändigen Sternenhimmel inszeniert, der das Innendach der Festhalle auflösen und den 2.200 Gästen eine Nacht unter Sternen illuminieren wird. Prominenz aus Sport und Showbiz, Spitzen aus Politik und Wirtschaft, Stars auf der Bühne, Johannes B. Kerner als Moderator und ein Drei-Sterne-Koch hinter der Kulisse -was kann man von einer wundervollen Nacht der Stars noch mehr erwarten?

Interviews

Theo Waigel und Gattin

Interview mit Theo Waigel
und Gattin

Wladimir Klitscho

Interview mit
Wladimir Klitscho

Sven Ottke

Interview mit
Sven Ottke

Nina Ruge

Interview mit
Nina Ruge

Alle Interviews



Fotos



Interview mit Sven OttkeInterview mit Wladimir KlitschkoOlli Dittrich  Schauspieler, KabarettistGerhard Mayer-Vorfelder  Präsident Deutscher FußballbundHolger Nikelis Olaf Thon FußballManuela Schmermund Sportschießen

Interviews in Textform

  • Interview mit Olli Dittrich

    Alexander Grundler:

    Hier bei mir im Interview ist jetzt Oli Dittrich. Guten Abend.

    Oli Dittrich:

    Guten Abend.

    Alexander Grundler:

    Wir haben ja 2006 in Deutschland die Fußball Weltmeisterschaft und unter anderem findet auch die Fußball Weltmeisterschaft der geistig Behinderten statt und wir als Internetradiosender würden das ganze in die ganze Welt übertragen, weil wir weltweit empfangbar sind. Was halten Sie von dieser Idee?

    Oli Dittrich:

    Davon halte ich sehr viel. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass es so etwas gibt. Dass es so eine Weltmeisterschaft gibt. Ich finde das zum einen hervorragend, dass es das gibt, zum zweiten sehr sinnvoll, dass es das parallel zur tatsächlichen Fußball Weltmeisterschaft gibt. Das ist ja ähnlich wie mit den Paralympics, die ja auch immer in einer gewissen zeitlichen Nähe zu den Olympischen Spielen stattfinden. Also sehr vernünftig und sehr richtig und ich hab’s jetzt auch zum ersten Mal erfahren, wird Zeit, dass das noch mehr Leute erfahren.

    Alexander Grundler:

    Sie sind ja von Berufs wegen sag ich mal Comedian, Kabarettist und verkaufen auch Fröhlichkeit. Wir wollen im Jahr 2005 auf einer PR Behindertensport und Rehatour in Rehakliniken gehen und dort behinderten und frisch verunfallten Menschen wieder Hoffnung geben. Woytek Czych zum Beispiel, Paralympicssieger macht mit, es machen, Franziska van Almsick macht mit. Es machen noch mehr Sportler mit. Könnten Sie sich vorstellen, uns da auch zu unterstützen?

    Oli Dittrich:

    Vorstellen kann ich mir alles. Das ist noch ein bißchen hin. Das muss man dann sehen, ob das in die Zeitpläne passt, aber grundsätzlich ist das ’ne sehr, sehr gute Sache und wenn man vielleicht zu gegebener Zeit nochmal drüber redet, kann man mal schauen, was ist. Also ich finde das auf jeden Fall unterstützenswert. Aber ich kann hier jetzt nicht einfach so was zusagen. Ich weiß ja nicht, ist noch ’ne Weile hin. Ich weiß nicht, was ich da alles mache, ’ne zu der Zeit.

    Alexander Grundler:

    Herzlichen Dank. 
  • Interview mit Nina Ruge

    Alexander Grundler:

    Hier bei mir im Interview ist jetzt Nina Ruge. Frau Ruge, im Jahr 2006 haben wir ja die Fußball Weltmeisterschaft in Deutschland. Es findet aber gleichzeitig auch die Fußball Weltmeisterschaft der geistig Behinderten statt. Was würden Sie davon halten, wenn wir von Radio for Handicaps als Internetradiosender diese Veranstaltung in die ganze Welt übertragen.

    Nina Ruge:

    Naja, wenn Sie Simultanübersetzer haben, sofort. Natürlich ist es unheimlich wichtig, dass Menschen mit Behinderung genauso teilnehmen an allen Dingen des Lebens egal ob es Sport ist, ob es Kino ist, ob es Essen gehen ist, was auch immer, wie alle anderen auch.

    Alexander Grundler:

    Könnten Sie sich vorstellen. Wir veranstalten im Jahr 2005 eine Behindertensport und Rehatour und gehen mit Prominenten, mit Paralympicssiegern, mit Behindertensportlern in Rehakliniken um frisch verunfallten Menschen wieder Mut und Hoffnung zu geben. Können Sie sich vorstellen, dass Sie uns dabei vielleicht unterstützen?

    Nina Ruge:

    Immer. Ich setze mich in Bayern sehr für das Netzwerk behinderter Frauen und Mädchen ein. Das sind Frauen im Rollstuhl, die sich selbst die Power geben wollen, aktiv zu werden und raus zu gehen und sich ihr Leben zu gestalten und anderen gleichzeitig Mut zu machen, die in der selben Situation sind. Da versuche ich schon, ganz ganz viel Zeit zu investieren und wenn davon noch was übrig bleibt, dann unterstütze ich alles, was geht.

    Alexander Grundler:

    Herzlichen Dank. 
  • Interview mit Olaf Thon

    Kai Hockenjos:

    Liebe Hörer von Radio for Handicaps. Vor mir jetzt Olaf Thon. Wie sind Ihre ersten Eindrücke vom Ball des Sports 2005 in Frankfurt?

    Olaf Thon:

    Ja, ich bin ja das erste Mal da und kann sagen, dass ich sehr überrascht bin. Natürlich bin ich mit großen Erwartungen hierhin gekommen und bin nicht enttäuscht worden. Max Schmeling ist leider nicht da, weil er verstorben ist. Aber trotzdem muss ich sagen, dass es ist Lebenswerk, das seinesgleichen sucht. Und deswegen, ob Handicap oder kein Handicap, wir alle müssen unser Leben leben und deshalb heißt es, positiv an die Sache heranzugehen und ich freue mich, heute hier zu sein.

    Kai Hockenjos:

    Das ist schön, da geben Sie mir schon das Stichwort. Handicap oder nicht Handicap, wir sind ein Internetradio für Menschen mit Behinderungen. 2006 findet ja parallel zur FIFA WM auch die WM der Menschen mit geistiger Behinderung statt. Ich weiß nicht, ob Sie das wissen.

    Olaf Thon:

    Spätestens jetzt.

    Kai Hockenjos:

    Ja, wie sehen Sie das, wir haben die Möglichkeit, 24 Studen am Tag live davon zu berichten. Weltweit dem Publikum damit das kund zu tun. Wie beurteilen sie das, wie finden Sie das?

    Olaf Thon:

    Ja, ich denke es gibt viele Leute, die eine Behinderungen haben und ich selber hab’ persönlich schon als Fußballlehrer auch mit ähm, Gehörlosen zusammen gearbeitet, Fußball gespielt und ich muss sagen, das war sehr interessant, wie man sich in die Materie Fußball hineinversetzen kann, obwohl man nicht alles mitbekommt und deswegen weiß ich das natürlich zu schätzen, dass man mit einer Behinderung durchaus Fußball spielen kann. Ob man gehörlos ist, stumm ist, ob man blind ist. Alles ist möglich, wenn man den Willen dazu hat.

    Kai Hockenjos:

    Würden Sie uns im Zuge dieser Berichterstattung bei der WM der Behinderten, geistig Behinderten zur Verfügung stehen, vielleicht für ein Telefoninterview?

    Olaf Thon:

    Ja, also ich bin jetzt natürlich sozusagen überrollt worden. Aber für so eine Sache stehe ich natürlich zur Verfügung, weil ich auch der Botschafter für Gelsenkirchen bin, der FIFA Botschafter. Und natürlich stehe ich für alle, die irgendwo was mit der WM zu tun haben, zur Verfügung. Und nicht zuletzt für behinderte Menschen.

    Kai Hockenjos:

    Herzlichen Dank. Viel Spaß noch auf dem Ball des Sports. Dankeschön. 
  • Interview mit Johann Lafer

    Kai Hockenjos:

    Ja, ich bin von Radio for Handicaps dem Webradio für Menschen mit Behinderungen und wie Sie vielleicht wissen, findet 2006 zeitgleich zur Fußball WM auch die WM der geistig Behinderten statt und wir von Radio for Handicaps haben die Möglichkeit weltweit im Internet den Leuten das Ereignis nahe zu bringen. Wie finden Sie diese Möglichkeit?

    Johann Lafer:

    Ei, ich finde das großartig, weil man einfach für diese Menschen etwas tun muß und ich denke das sind Menschen wie wir, die einfach nur ein Schicksal erlitten haben und deswegen kann ich nur sagen Kompliment, wenn es Leute gibt die sich dafür einsetzen, dass es auch diesen Menschen gut geht und dass sie Spaß einfach am Sport haben.

    Kai Hockenjos:

    Im Zuge der Berichterstattung, dürften wir da vielleicht wieder auf Sie zurückkommen? Für ein Telefoninterview.

    Johann Lafer:

    Kein Problem. Also wenn Sie das wollen ist das sicherlich für mich kein Thema, dass ich da gerne etwas zu sage.

    Kai Hockenjos:

    Herzlichen Dank 
  • Interview mit Manuela Schmermund

    Kai Hockenjos:

    Liebe Hörer von Radio for Handicaps hier auf dem Ball des Sports Manuela Schmermund, erfolgreiche Paralympia Teilnehmerin in Athen. Ihre ersten Eindrücke von dem Ball des Sports 2005.

    Manuela Schmermund:

    Einfach ’ne ganz klasse Veranstaltung.

    Kai Hockenjos:

    Gerade eben war Herr Professor Köhler bei Ihnen am Tisch habe ich gesehen, ähm, was hat er Ihnen mitgeteilt, oder dürfen das die Hörer nicht erfahren?

    Manuela Schmermund:

    Ja, er hatte großes Interesse daran, wie wir die Systematik sehen, halt gerade im Problem mit dem integrativen Behindertensport und wollte da gerne ein paar Anregungen oder äh, Hinweise haben und da haben wir ihm unsere Problematik oder von unserer Seite her geschildert, dass wir uns da schon mehr Integration wünschen. Zumindest in Vorbereitung auf Wettkämpfe und, ähm, danach halt auch gemeinsames Feiern und dass hier halt leider so wenig Paralympics Teilnehmer sind und äh, grundsätzlich, dass wir beide voneinander, beide Seiten sehr viel lernen können und wir jetzt versuchen dadran zu arbeiten, eine größere Integration zu schaffen und vielleicht irgendwann mal das Traumziel zu erreichen, Paralympics Olympia unter einem Zeittermin und gemeinsam zu veranstalten.

    Kai Hockenjos:

    2005 wird ja auch die Promotour von Behindertensport und Rehasport durchgeführt, an der Sie auch teilnehmen. Wie bringen Sie sich da ein?

    Manuela Schmermund:

    Also ich habe vorgeschlagen, dass man halt versuchen sollte, in äh, Rehakliniken in meinem näheren Wohnortumkreis dann gemeinsam Termine zu finden, an denen ich teilnehme und versuche gerade den frisch Verletzten die Motivation zu geben, dass es sich trotz allem noch lohnt, weiter zu leben und neue Ziele zu finden, einfach auch zu zeigen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, sein Leben nach einem Unfall oder nach einem solchen Schlag sinnvoll und vernünftig zu gestalten. Und das ist eigentlich das Hauptziel dieser ganzen Veranstaltung.

    Kai Hockenjos:

    Herzlichen Dank. Viel Spaß noch auf dem Ball des Sports. 
  • Interview mit Holger Nikelis

    Kai:

    Liebe Hörer von "Radio4Handicaps", hier bei mir Holger Nikelis, Paralympics-Teilnehmer in Athen und heute auf dem "Ball des Sports 2005". Ihre ersten Eindrücke?

    Holger Nikelis:

    Ja, mein erster Eindruck: überwältigend, die ganze einerseits sportliche Prominenz und die wirtschaftliche und politische Prominenz - ist schon einzigartig.

    Kai:

    Waren Sie schon mit den Klitschkos in Kontakt oder sonst anderen Sportlern, die man normalerweise nur im Fernsehen sieht?

    Holger Nikelis:

    Ja, die Klitschkos sind zweimal an mir vorbeigelaufen, aber mehr bisher noch nicht, und der Rest, muss man mal schauen, der Abend ist ja noch jung und das offizielle Programm gleich vorbei, und dann, schau’n wir mal.

    Kai:

    Was hat sich für Sie nach Athen geändert?

    Holger Nikelis:

    Ja, der zeitliche Termindruck wurde größer, Veranstaltungen und Ehrungen zuhauf und sonst eigentlich bisher noch nicht so viel.

    Kai:

    Hat das Interesse der Öffentlichkeit zugenommen?

    Holger Nikelis:

    Ja, das schon, also die örtliche Presse war interessierter als sonst, das hat man schon gemerkt, ja.

    Kai:

    Sie sind auch Teilnehmer der Behindertensport und Rehasport Promotion Tour 2005. Inwiefern möchten Sie sich da einbringen?

    Holger Nikelis:

    Ja, schau’n wir mal, soweit es geht auf jeden Fall. Also, ich befürworte das sehr, das Konzept, diese Aktion und wo immer ich gebraucht werde und es zeitlich passt, bin ich dabei.

    Kai:

    Das freut uns schon. Vielen Dank und noch viel Spaß auf dem "Ball des Sports"! 
  • Interview mit Gerhard Mayer-Vorfelder

    Alex:

    Liebe Hörer, ich habe hier für Euch gerade Gerhard Mayer-Vorfelder im Interview. Wir haben ja hier in Deutschland 2006 die Fußballweltmeisterschaft, im gleichen Jahr findet ja zum vierten Mal die Weltmeisterschaft im Fußball der geistig Behinderten statt, und wir als Internet-Radiosender haben vor, diese Spiele alle zu übertragen, live zu übertragen, als Internet-Radiosender in die ganze Welt. Was halten Sie von dieser Idee?

    Gerhard Mayer-Vorfelder:

    Naja, das war gut, der Behinderten-Verband ist ja relativ früh auf uns zugekommen und hat uns unterrichtet, dass eine Fußballweltmeisterschaft ausgerichtet werden soll nach der WM 2006, für geistig Behinderte, und wir haben denen auch sofort zugesagt, dass wir sie unterstützen wollen, haben dann Verbindungen zur Bundesregierung hergestellt und die Bundesregierung wird das auch unterstützen, also, daraus sehen Sie sofort, dass wir das für eine tolle Sache halten.

    Alex:

    Wie haben ja in der Mehrzahl, oder wir haben viele behinderte Zuhörer, die gehen ja manchmal durch ein Tief, wenn man mit einer Behinderung leben muss, ist das ja nicht immer ganz einfach. Ihnen geht’s ja manchmal ganz ähnlich, jetzt gerade diese Sache mit den Schiedsrichtern, da wird man von Tausenden Journalisten immer wieder gefragt, man muss sich Einiges anhören, obwohl man damit vielleicht gar nichts zu tun hat, auch nichts dafür kann, man wird persönlich angegriffen. Haben Sie vielleicht für unsere Hörer irgendwie einen Tipp, wie man mit solchen seelischen Tiefs umgehen kann, oder wie gehen Sie persönlich damit um?

    Gerhard Mayer-Vorfelder:

    Ja, zunächst zum ersten Teil Ihrer Feststellung muss man sagen, wir haben in Stuttgart öfters mal Spiele gegen beschützende Werkstätten, also prominente Spiele gegen beschützende Werkstätten, und das war für mich immer ein ganz besonderes Erlebnis, weil die jungen Leute sich sehr gefreut haben und ganz elementare Gefühle auch entwickelt haben, wenn sie ein Tor geschossen haben und wenn sie eins verhindert haben. Und was auch immer in steter Erinnerung bleibt, die haben dann jedes Mal ein Bild, das sie selber gemalt hatten, mitgebracht und diese Bilder waren zum Teil von einer sehr starken Ausdrucksfähigkeit geprägt, also das hat mich immer ganz besonders berührt. Jetzt zum zweiten Teil, was soll man für einen Rat geben? Man darf Vieles sich eben nicht zu tief unter die Haut gehen lassen, denn sonst fängt man an, sich zu hintersinnen, in solchen Fragen, insbesondere wenn Vorhaltungen gemacht werden, die absolut unzutreffend sind, gegen die du dich aber nicht wehren kannst, du willst dich aber wehren. Und deswegen kann ich eigentlich da jungen Leuten nur den Rat geben, die Dinge nicht zu nah an sich herankommen zu lassen, auch mit Freunden drüber reden, also das ist immer ganz gut, wenn man mit einem Freund redet, der einem dann auch ein Stück Hilfestellung leistet. Und dann habe ich da in meinem Leben einen Rat befolgt, den mir mal jemand gegeben hat: Wenn die Lawine abgeht, dann darfst du dich nicht in der Mitte der Lawine aufhalten, sondern du musst auf die Seite treten, bis die Lawine im Tal liegt, erst dann darfst du wieder auf die Wiese.

    Alex:

    Alles klar, herzlichen Dank! 
  • Interview mit Johannes B. Kerner

    Alex:

    So liebe Zuhörer, ich habe jetzt für euch den Talkmaster Johannes B. Kerner im Interview. Guten Abend Herr Kerner.

    Johannes B. Kerner:

    Guten Abend.

    Alex:

    Herr Kerner, es gibt ja 2006 die Fußballweltmeisterschaft, das große Ereignis in Deutschland schlechthin, und jeder berichtet darüber, jeder schreibt darüber, aber es gibt auch die Fußballweltmeisterschaft der geistig Behinderten, Haben Sie von dieser Veranstaltung schon mal irgendwas gehört?

    Johannes B. Kerner:

    Ich bin ehrlich, oder? Jetzt gerade, bevor wir dieses Interview begonnen haben, habe ich zum ersten Mal davon gehört, aber das klingt sehr vernünftig.

    Alex:

    Was würden Sie von der Idee halten, wenn wir von "Radio4Handicaps" sagen, als Internet-Radiosender sind wir ja weltweit empfangbar und wir übertragen dieses Event live in alle Herren Länder, sodass alle Behinderten auch auf der ganzen Idee zuhören können.

    Johannes B. Kerner:

    Ja, sehr gute Idee. Ich hoffe, Sie haben die Rechte an der Veranstaltung, man muss ja vorsichtig sein. Sie müssen ja erst mit den Veranstaltern sprechen, ob sie das auch dürfen. Aber wenn, dann ist das eine gute Idee.

    Alex:

    Wir machen auch eine PR- und Reha Tour in diesem Jahr und gehen mit prominenten Sportlern, Paralympics-Siegern in Rehakliniken und wollen frisch Verunfallten dadurch zeigen: Das Leben geht weiter! Ihr habt zwar ein schlimmes Schicksal erlitten, aber das muss nicht das Ende des Lebens bedeuten. Können Sie sich vorstellen, dass auch Sie vielleicht eine aktive Rolle bei dieser Reha Tour einnehmen können?

    Johannes B. Kerner:

    Also, bei mir ist es so, ich verfolge das immer mit sehr großem Interesse, was gemacht wird und es gibt wirklich vielfältiges und sinnvolles Engagement. Ich sehe mich eher als Mittler, auch mit meiner Talksendung und wenn sie die hin und wieder sehen, dann wissen Sie, dass gerade und insbesondere behinderte Sportler immer wieder zu Wort kommen, sehr ausführlich zu Wort kommen. Nicht nur Paralympics-Sieger, jetzt mal wie der Wojtel Czyz z.B., der bei mir in der Sendung war oder Bettina Eistel, die Dressurreiterin, die in meiner Sendung war, sondern z.B. auch Athletinnen und Athleten von den Special Olympics, die olympischen Spiele der geistig Behinderten, die ja zu Teilen in Hamburg stattgefunden haben, da haben wir auch Gäste gehabt. Also mir ist das ein großes Anliegen und in meiner Funktion als Talkmaster und Gastgeber einer Fernsehsendung engagiere ich mich da sehr und werde immer wieder Gäste aus dem Sport, und nicht nur aus dem Bereich des Sports für Fußgänger, einladen.

    Alex:

    Sie kennen das ja bestimmt, behinderte Menschen erleben manchmal Tiefs, so wie jeder Andere, aber bei Behinderten sind die manchmal stärker; die denken, 'mein Gott, ich hab’ keine Lust auf das Alles', und auch als Prominenter geht’s ja manchmal Einem ähnlich, man muss sich irgendwelche Dinge anhören, die man eigentlich gar nicht gemacht hat, muss irgendwelche Schlagzeilen über sich lesen.Haben Sie vielleicht einen Tipp für unsere behinderten Zuhörer, wie man damit umgeht, oder wie gehen Sie persönlich damit um?

    Johannes B. Kerner:

    Also, das Wichtigste ist ja, dass man sich selber glaubt und an sich selber glaubt und auch immer weiß, wofür man das eigentlich macht, was auch immer, einen Job, eine Beziehung, was auch immer. Und in den meisten Fällen macht man das Meiste ja doch für sich selbst. In sofern kann man auch selbst sich selbst applaudieren, sich selbst motivieren, sich selbst einen Sinn geben. Also ich z.B. mache meinen Job, weil’s mir Spaß macht, das ist einfach eine große Lust, eine große Freude, ich bin sehr dankbar, dass ich das machen kann. Ich muss mich auch manchmal überwinden, sicherlich nicht in dem Maße, wie sich ein, wie Sie sagen, frisch Verunfallter überwinden muss, wenn er zurückkehrt ins Leben, will ich gar nicht miteinander vergleichen. Trotzdem, überwinden muss sich jeder in bestimmten Situationen, und sich den eigenen Applaus abzuholen, dass ist eigentlich das Geilste, was es gibt, dass kann einem nämlich keiner mehr nehmen.

    Alex:

    Würden Sie sagen, das ist auch das Tollste an ihrem Job für Sie, sich den eigenen Applaus abzuholen?

    Johannes B. Kerner:

    Also, bei mir ist das so, wenn’s besonders anstrengend ist, wenn besonders viel passiert und wenn ganz viel Hektik war und Stress und ich dann nach der Sendung sage, 'Ah, jetzt ist es geschafft', dann ist bei mir immer das Gefühl: Es macht so einen Spaß zu arbeiten, mir macht das so einen Spaß, ich mache das mit so großer Überzeugung. Und insofern, muss ich ehrlicherweise sage, bin ich ein Glückskind, ich liebe einfach meinen Beruf, und ich kann nur jedem wünschen, dass er einen Beruf hat und findet, den er mit viel Engagement machen kann, weil, das ist, ich sag mal, 1/3 Lebensmiete, eine gute Beziehung dazu, dann ist man schon im grünen Bereich. 
  • Interview mit Sven Ottke

    Alexander Grundler:

    Bei mir im Interview ist jetzt Sven Ottke. Jetzt startet ja gleich der Ball des Sports. Schon aufgeregt?

    Sven Ottke:

    Nö. Wär ja gelogen, wenn ich sag’, ich bin aufgeregt. Ich freu mich drauf jedenfall. Treffe halt heut abend auch viele Sportler, die ich lang nicht mehr gesehen habe. Stelldichein, Spaß haben, Halligalli.

    Alexander Grundler:

    Im Jahr 2006 haben wir ja hier in Deutschland die Fußball Weltmeisterschaft aber unter anderem auch die Fußball Weltmeisterschaft der geistig Behinderten. Was halten Sie davon wenn wir als Internetradiosender, der ja weltweit empfangbar ist, das ganze live übertragen würden, in alle Herren Länder.

    Sven Ottke:

    Ich denke, dass ist eine gute Sache. Für den Sport an sich und vor allen Dingen auch für den Behindertensport ist das eine große Sache.

    Alexander Grundler:

    Wir veranstalten ja auch 2005 eine Behindertensport PR und Rehatour, wo wir mit Prominenten, Paralympicssiegern, Sportlern, behinderten Sportlern in Rehakliniken gehen und frisch Verunfallten wieder Hoffnung geben und zeigen, das Leben geht weiter. Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie uns bei dieser Aktion unterstützen?

    Sven Ottke:

    Kann ich jetzt so nicht sagen. Muss ich abwarten, wie meine Termine, wie ich Zeit habe. Aber man kann drüber reden. Auf jeden Fall.

    Alexander Grundler:

    Alles klar. Herzlichen Dank. 
  • Interview mit Cherno Yobatey

    Alex:

    Hier bei mir steht jetzt Cherno Jobatey und ich werde jetzt gleich mal fragen, Herr Jobatey, es findet ja im Jahr 2006 die Fußballweltmeisterschaft statt, aber u.a. auch die Fußballweltmeisterschaft der geistig behinderten Sportler und ich wollte Sie fragen in diesem Zusammenhang: Was würden Sie davon halten, wenn wir als Radio-Internetsender diese Veranstaltung in alle Welt übertragen?

    Cherno Jobatey:

    Macht es, tut es, weil ich finde, nichts ist besser, als Öffentlichkeit für Alles, was gut ist und was Spaß macht und jeder sollte Spaß haben und ein Recht darauf haben, Spaß zu haben und jeder, egal, wie er drauf ist, sollte immer Fußball spielen, Fußballspieler können keine schlechten Menschen sein.

    Alex:

    Wir führen ja 2005 auch eine Behindertensport-PR- und Reha Tour durch, wo wir mit behinderten Sportlern, Prominenten in Rehakliniken gehen, um frisch verunfallten Menschen wieder einen Funken Hoffnung zu geben.
    Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie sich für diese Idee mit engagieren?

    Cherno Jobatey:

    Ich bin zwar kein Sportler, ich trage zwar Turnschuhe und gehe manchmal joggen und habe gerade 35 Kilo durch Sport abgenommen, aber wenn ihr auch Nicht-Sportler wie mich nehmt, würde ich mich dafür engagieren.

    Alex:

    Alles klar, herzlichen Dank!
     
  • Interview mit Franzi van Almsick

    Alex:

    Frau van Almsick, ich komme von dem Internet-Radiosender "Radio4Handicaps" und wir machen Programm für behinderte Hörerinnen und Hörer, und im Jahre 2006 findet ja die Weltmeisterschaft, die Fußballweltmeisterschaft statt und gleichzeitig auch die Weltmeisterschaft im Fußball der geistig Behinderten, und wir als Internet-Radiosender wollen das in die ganze Welt übertragen.Wie finden Sie diese Idee?

    Franzi van Almsick:

    Finde ich gut, finde ich wirklich gut. Ich glaube, dass in dem Bereich zu wenig getan wird, also ich höre das ehrlichgesagt auch erst zum ersten Mal.

    Alex:

    Wir werden im Jahre 2005, also dieses Jahr, eine PR-Tour machen, wo wir mit behinderten Sportlerinnen und Sportlern, also Paralympics-Siegern z.B., aber auch prominenten Sportlern, in Reha-Kliniken gehen und dort versuchen, frisch Verunfallten zu helfen und wieder Lebensmut zu geben.
    Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie uns da eventuell unterstützen?

    Franzi van Almsick:

    Also, wenn ich Zeit habe, auf alle Fälle, ja also ich bin dabei.

    Alex:

    Das war Franzi van Almsick im Interview für "Radio4Handicaps".
     
 
Copyright © by CWIN GBR | powered by CWIN GbR